Dienstag, 9. März 2010


Herzliche Grüße aus dem Tokio Rastaurant, Riad
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Sonntag, 7. März 2010

Die Kunst des Landens

Wenn man Techniken wie Hudson River, Bardufoss oder jegliche Form von Bruchlandung ausschließt, dann bleiben drei Arten mit einer Linienmaschine zu landen.

1. One-Touch
Ein Pilot kann richtig gut mit seinem Können angeben, wenn er diese Landung beherrscht. Das Flugzeug bleibt absolut ruhig in seiner Fluglage während es parallel zum Boden langsam und gemütlich absinkt. Das Aufsetzen aller Fahrwerke tritt zur gleichen Zeit ein, manchmal spürt man die Landung nicht mal. Falls ein Mensch an Flugangst leidet, kann ihn diese Erfahrung davon heilen.

2. 2-Punkt-Landung
Die 2-Punkt-Landung mag ich am liebsten. D.h. falls sie richtig ausgeführt wird. Darunter stelle ich mir vor, dass alles wie beim One-Touch läuft, allerdings ist die Nase des Flugzeugs höher als das Heck. Deshalb setzen die hinteren Fahrwerke gleichzeitig auf und dann drück der Pilot die Nase langsam auf die Landebahn. Bei dieser Variante merkt man wenigstens, dass man gelandet ist, in der Regel ist das ein Grund zur Freude.

3. 3-Punkt-Landung
Das Schwanken und Schaukeln der Maschine, das umso stärker wird je näher die Landebahn kommt, warnt den erfahrenen Passagier rechtzeitig. So hat man noch die Gelegenheit, den Gurt straff zu ziehen, einen Blick aufs Kabinenpersonal zu werfen (gelassen oder panisch?) und den Weg zum nächsten Notausgang zu visualisieren. Ich sage mir immer, dass auch Piloten üben müssen - schade, dass sie das auch mit vollbesetzten Maschinen durchziehen.
Wahlweise donnert bei gefühlt viel zu hoher Geschwindigkeit das linke oder rechte hintere Fahrwerk mehr oder weniger unsanft auf die Landebahn. Bei meiner letzten Landung in Alexandria sind wir dann ca. 10 Sekunden lang genau so - auf einem Fahrwerk - gefahren. Dann kündigt das Gefühl im Magen die Ausgleichsbewegung des Flugzeugs an. Mit Hilfe der Schwerkraft schlägt das andere hintere Fahrwerk auf. Dank der Impulserhaltung will der eigene Magen weiter nach schräg unten, der restliche Körper verhindert das aber, weil er in den Sitz gepresst wird. Ergebnis: Es wird einem schlecht. Schließlich fällt auch der Bug des Flieger auf die Landebahn, so dass man wirklich weiß, dass man wieder unten ist. Die Freude währt nicht lang, weil der Geräuschpegel bis in den Schmerzbereich ansteigt. Das kommt vom Heulen der Turbinen, die jetzt auf volle Schubumkehr geschaltet werden. Das ist die einzige Möglichkeit, das Flugzeug noch abzubremsen bevor die Landebahn zu Ende ist.

Guten Flug!




Eindrücke aus Riad


Eine typische Straßenecke eines Szeneviertels.


Häsuer sind oft dicht und eng umbaut mit leeren Geröll- und Sandflächen.


Wichtiges Architekturmerkmal: Verzicht auf Farben



Der Zaun - hier teilweise zerstört - soll Gerölldiebe abschrecken.
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Montag, 1. März 2010

Auch in Alexandria kann es stürmen

Das letzte Wochenende habe ich natürlich wieder in Alexandria verbracht. Leider kommt man in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag so spät an, dass vom Abend nichts mehr bleibt. Am Donnerstagmorgen habe ich mich also aufgerafft, um ein paar Besorgungen zu erledigen. Bestes Wetter, strahlender Sonnenschein, angenehme T-Shirttemperatur. Auf der Fahrt zur Wohnung zurück verdunkelte sich dann der Himmel.



Zum Glück hab ich es rechtzeitig nach Hause geschafft, denn vom Meer zog ein Sturm auf, der es in sich hatte.



Zeitweise hat es sogar gehagelt.



Jetzt ist das noch nicht wirklich dramatisch. In Deutschland. Aber in Ägypten? Ich denke, ich muss schon froh sein, dass der Sturm die Satelittenschüssel nicht abgerissen und einem Passanten auf den Kopf geschleudert hat. Immerhin wird das Wetter mit jedem Tag besser.


Sonntag, 21. Februar 2010

Die Wüste hat mich wieder

Deutschland war schön. Trotz des Winters.

Alle Jahre wieder

Jedes Jahr, gegen Ende Februar oder Anfang März, fange ich mir eine Erkältung ein. Dieses Jahr habe ich gehofft, der Krankheit ausweichen zu können, denn in Saudi-Arabien ist es ja schön warm. Natürlich fiel mein Deutschlandaufenthalt in die "kritische" Zeit und so habe ich eine verstopfte Nase von daheim mitgebracht. Vielleicht nächstes Jahr...

Wenn man das Negative ausblendet, sieht man die schönen Seiten

Es war heute Morgen jedenfalls richtig angenehm, endlich wieder bei vernünftigen Temperaturen auf die Straße zu treten. Um die Mittagszeit liegen die Temperaturen etwas über 30 Grad, also muss man auch nicht mehr frieren.

Ich freue mich auch auf das Wochenende in Alex, wo es laut Wettervorhersage auch schon wieder über 20 Grad sein soll.

Gestrandet

Unmittelbar vor meinem Abflug ging die erste Meldung zum Lufthansastreik durch die Medien. Natürlich war ich erst mal erleichtert, dass mein Flug noch vor Ausbruch des Streiks ging. Leider sind wohl einige Kollegen davon betroffen, die Mittwochnacht nach Hause fliegen wollen. Ich hoffe, das alle einen Ausweichplan haben. Von ein paar interessante Reiserouten habe ich bereits gehört, z.B. über Istanbul. Ich würde wahrscheinlich übe Cairo fliegen. Mit der Egypt Air kann man wenigstens Meilen sammeln und es ist die derzeit günstigste Verbindung zwischen Frankfurt und Riad. Es gibt sogar einen Direktflug zwischen Cairo und München.

Neues aus Saudi-Arabien

Ich habe eben einen Artikel beim Tagesspiegel gelesen, der ganz gut zeigt, wie es derzeit in Saudi-Arabien läuft. Bei der Zeit scheint der gleiche Artikel zu stehen. Lest das einfach mal. Den alltäglichen Irrsinn kann man allerdings nicht damit nachempfinden.